MUSEUMSFÜHRUNG: POSITIONEN DER KUNST VON DER ROMANTIK BIS ZUR GEGENWART - DAS ALBERTINUM
Transparenz, Bewegung und Licht sind die Hauptthemen des spektakulär vom Berliner Büro Staab Architekten umgebauten Albertinums.
In beispielhafter Weise verbindet das 1559-63 gebaute Zeughaus die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung mit den als raumhaltiges Dach über dem riesigen Foyer errichteten Restaurierungswerkstätten und Depots der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Durch seine beeindruckenden Perspektiven überrascht dieses städtebauliche Meisterwerk immer wieder mit ungewöhnlichen räumlichen Verschränkungen von Altbau und modernem Anbau, Ausstellungsraum und Foyer, Innen und Außen.
Beste Bedingungen zum Genuss der Skulpturen finden wir in der lichtdurchfluteten historischen Halle, die noch aus dem Bestand des Zeughauses aus dem sechzehnten Jahrhundert stammt. Dort treffen offen im Raum verteilte Bildhauerarbeiten von Künstlern des 19. Jahrhunderts wie Auguste Rodin, Constantin Meunier und Max Klinger auf Werke des 20. Jahrhunderts u. a. von Wilhelm Lehmbruck, Wieland Förster und Henry Moore. Durch diese Gesamtkomposition entsteht ganz bewußt keine lineare Darstellung der Geschichte von 200 Jahren europäischer Skulptur. Die hervorragende museologische Konzeption macht es uns möglich, die jeweils prägenden künstlerischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu entwickeln und die Kunstwerke in der Auseinandersetzung miteinander zu vergleichen.
In der Galerie Neue Meister begegnet uns ein ebenso weit geschwungenes Panorama, das von der Malerei der Romantik bis zur Gegenwartskunst reicht. Zeitgenössische Meisterleistungen der Dresdner Kunstakademie stehen im Dialog zu Höhepunkten der Kunst Caspar David Friedrichs, Werke des Impressionismus von Max Slevogt und Max Liebermann befinden sich in direkter Nachbarschaft zu Glanzstücken des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit von Ludwig Kirchner, Otto Dix und Max Grundig. Viel Raum ist der Kunst nach 1989 mit Werken von Georg Baselitz und Gerhard Richter gewidmet.
Durch seine Vielfalt, aber auch aufgrund von Brüchen ist der ausgestellte Sammlungsbestand nur schwer erschließbar. Diese historisch und stilistisch bedingten Unterschiede des Ausgestellten sind unser Leitfaden für eine spannende Auseinandersetzung mit 200 Jahren wechselvoller Kunstgeschichte, die direkt zu Fragestellungen des Kunstverständnisses der Gegenwart führt.
Durchführung: auf Wunsch durch Kunsthistoriker
Dauer: 1,5 - 2,5 Stunden
Preis: 75,00 - 130,00 Euro zzgl. Kosten für Eintritt und Lizenzgebühr, jede zusätzliche Stunde berechnen wir mit 40,- Euro (inkl. Mwst., Gruppengröße bis 25 Personen)
Unverbindliche Anfrage
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